Biografie

Ottavia Maria Maceratini erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von fünf Jahren und in 2005 schloss sie unter der Leitung von Maestro Lorenzo Di Bella das italienische Konservatorium mit der Bestnote ab.

Während der Schulausbildung gewann sie 28 italienische Klavierwettbewerbe, unter anderem Concorso Nazionale di Pisa (1998, 2000), Concorso Nazionale di Cesenatico (1998, 2000, 2004) und im Jahre 2003 bekam sie den vom Unterrichtsministerium unter allen italienischen Konservatorien ausgeschriebenen „Premio delle Arti“ und trat in Rom im Auditorium Santa Cecilia auf.

Ab 2005 studierte sie an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Prof. Elisso Wirssaladze, der sie neben der hohen Schule der Pianistik auch ihre persönlichkeitsbildende Einsichten, Verantwortung und feste ethische Haltung der Kunst gegenüber verdankt. 2010 absolvierte sie ihr Meisterklassenpodium. Diesem Grad schlossen sich Studien der Theorie und Harmonielehre bei Christoph Schlüren an, einem Schüler von Sergiu Celibidache, was ihren Stil verfeinerte.
Obwohl Ottavia Maria Maceratini erst am Beginn ihrer Laufbahn steht, konzertierte sie schon mit verschiedenen Orchestern und trat als Solistin u. a. in Rom, Mailand, München, Berlin, Wien, Verona, Tiflis, Florenz und auf Schloß Elmau auf.
Die Kritiken würdigten ihre „außergewöhnliche Bewusstheit in der Phrasierung“, „unerhört schwerelose Artikulationskunst“, „Zartheit und mitreißende Energie“ … (Reichenhaller Tagblatt).

Im November 2011 spielte sie ihre Debüt-CD „One Cut“ ein, wo in einem abwechslungsreichen Programm, das sich vom Barock bis zum 20.Jahrhundert erstreckt, die verschiedensten Stilrichtungen und Ausdrucksspektren in Beziehung gebracht werden. Das Album enthält die Welteinspielung von Heinz Tiessen „Notturno Tempestoso“ und wurde mit hymnischen Kritiken u.a. in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, im Bayerischen Rundfunk und ORF, sowie in Fachmedien wie FonoForum, Crescendo, Klassik heute oder klassik.com

Auf ihrer im Mai 2012 aufgenommenen zweiten CD „Untitled“ kontrastiert sie drei Hauptwerke Robert Schumanns mit zwei französischen Vogelminiaturen von Rameau und Ravel. „Untitled“ wurde u. a. mit Empfehlungen vom Mitteldeutschen Rundfunk und der Münchner tz („Rose der Woche“) ausgezeichnet, in die Jahresbestenliste 2012 der NMZ-Kritiker aufgenommen sowie für den ICMA (International Classical Music Award) 2013 nominiert.
2012 lud Natalia Gutman sie zum Oleg-Kagan-Musikfest nach Wildbad Kreuth ein, wo sie mit dem Münchner Kammerorchester debütierte.

Auf Empfehlung von Gidon Kremer wurde sie als Pianistin für „Chamber Music connects the world“ ausgewählt und konzertierte u.a. mit Gidon Kremer und Steven Isserlis.
2013 folgte die Einladung zum Schleswig-Holstein Musik Festival, wo sie mit Gidon Kremer und Kremerata Baltica in Kiel und Husum auftrat. Es folgten weitere Tourneen mit Kremerata Baltica bei Riga und Sigulda Festivals (Lettland).
Im Februar 2014  spielte sie auf dem Staatsempfang des deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck für den italienischen Staatspräsident Giorgio Napolitano im Schloss Bellevue, Berlin.
Im November und Dezember debütierte sie als Solistin mit der Deutschen Kammerakademie in Neuss (Beethoven 1. Klavierkonzert).

Ottavia Maria Maceratini musiziert nicht nur in Konzertsälen, sondern in Altenheimen, Krankenhäusern und Gefängnissen, für Menschen, die von Leid besonders betroffen sind.
Die Vielfalt ihrer Interessen zeigt sich in einer weiteren Passion:
Ottavia Maria Maceratini praktiziert zwei japanische Kampfkunststile: Bujinkan und Ten Shin Sho Jigen Ryu. Im September 2014 wird sie in Honbu Dojo in Kasukabe/Japan unter dem Soke Ueno Kagenori trainieren und im Rahmen des großen „Jigen Ryu“ Jubiläums in Tokyo am Yasukuni-Embu teilnehmen und auftreten.